Der Atemschutznotfall bei verunfallten Feuerwehreinsatzkräften

Atemschutznotfall

Des Öfteren werden wir im Rahmen des erweiterten Rettungsdienstes auch zur Absicherung der Feuerwehr gerufen. Dabei können sowohl Zivilisten als auch Einsatzkräfte der Feuerwehr zu Schaden kommen. Am gestrigen Dienstabend haben wir uns daher mit einem speziellen Szenario beschäftigt: Dem Atemschutznotfall von Feuerwehrleuten. Dozent des gestrigen Abends war Sven, der sich bei uns als Sanitäter und als Feuerwehrmann in Buxtehude engagiert.

Die Atmung des Menschen

Die Atemwege des Menschen werden in obere und untere Atemwege eingeteilt. Zu den oberen gehört die Nase, der Mund, die Nasennebenhöhlen und der Mund-Rachenraum. Zu den unteren gehören der Kehlkopf, die Luftröhre, die Bronchien und die Lunge.

Nach dem ABCDE-Schema befinden wir uns hierbei bei A- und B-Problemen. Mögliche Anzeichen für A-Probleme können dabei etwa eine Zyanose (Blaufärbung der Lippen), Tachypnoe (zu schnelles Atmen), Dyspnoe (Atemnot) oder Apnoe (Atemstillstand) sein. Um auf B-Probleme zu schließen, wird der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen und die Atemfrequenz.

Anzeichen für einen Atemschutznotfall

In unserer Umgebungsluft, die wir einatmen, sind verschiedene Stoffe und Gase. Unser Körper filtert auf natürliche Weise die Umgebungsluft. In gewissen Situationen, wie zum Beispiel einem Brand, können uns schnell die Giftstoffe im Rauch schädigen. Wir merken es schon leicht, wenn wir bei einem Lagerfeuer Rauch abbekommen. Unser Hals ist gereizt und trocken. Wir müssen husten und haben Tränen in den Augen.

Atemschutzsysteme für Feuerwehrleute

Damit sich Menschen vor solchen Dingen schützen, gibt es verschiedene Atemschutzsysteme. Angefangen bei einfachen Filtermasken bis hin zur Druckluftflasche auf dem Rücken.

Wir bleiben bei unserem Beispiel mit dem Brand und der alarmierten Feuerwehr. Damit sich die Feuerwehr vor der gefährlichen Umgebungsluft (Rauch) schützen kann, wird ein frei tragbares Isoliersystem verwendet. Damit kann die Feuerwehr die Bekämpfung des Feuers starten.

Atemschutzsystem für Feuerwerheinsatzkräfte

Rettung verunfallter Feuerwehreinsatzkräfte

Doch dann passiert es, ein Truppmann verletzt sich und muss sofort aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Der andere Truppmann setzt eine sogenannte „Mayday“ Meldung ab und gibt damit alles Wichtige kurz und strukturiert an den Einsatzleiter weiter.

Mayday, Mayday, Mayday … Hier Angriffstrupp XYZ 40-1 … Truppmann verunglückt und bewusstlos! … Standort Fahrzeughalle …
Mayday, kommen!

Erst wenn der Einsatzleiter der Feuerwehr das „ok“ gibt, darf wieder gefunkt werden.

Der Sicherheitstrupp, der auch mit Atemschutz ausgestattet ist, steht bereit und der Einsatzleiter gibt den Befehl auf die genannte Position des verletzten Truppmanns vorzurücken und ihn zu retten. Wenn der Verletzte aus dem Gefahrenbereich ist, wird er an den Rettungsdienst übergeben.

Sven Ehlerding als Dozent
Handhabung eines Atemschutzsystems

Auskleiden verunfallter Feuerwehreinsatzkräfte

Da wir oft Feuerwehreinsätze absichern, müssen wir uns auf solch eine Situation vorbereiten. Daher haben wir am gestrigen Dienstabend neben der Theorie der Atemwege und deren mögliche Verletzungen, auch das Auskleiden von Feuerwehrleuten aus ihren Schutzanzügen geübt.

Dazu hatte unser Dozent und Sanitäter Sven aus seiner Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Buxtehude seinen Schutzanzug mitgebracht. Außerdem geht ein großes Dankeschön ebenso an die Feuerwehr Stade, die uns das Atemschutzgerät zur Verfügung gestellt hat. So konnten wir in einer Praxisphase das fachgerechte Abnehmen des Atemschutzsystems und das Auskleiden des Schutzanzuges üben.

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