Katastrophenschutz-Einsatzkonzept des Landes Niedersachsen und Standard-Einsatzregel BHP 25/50

Einsatzkonzept Katastrophenschutz im Land Niedersachsen

Auf unserem Dienstabend am letzten Mittwoch stand das Thema Katastrophenschutz-Konzepte auf dem Plan. Ein teilweise sehr theoretisches, aber auch sehr wichtiges Thema, um zu verstehen, wie sich im Fall der Fälle alles zusammenfügt.

Das niedersächsische Katastrophenschutzsystem ist dafür klar strukturiert. Aus dem landeseigenen Einsatzkonzept ergeben sich Gliederungen und Personalbedarf für die Einheiten, die zum Katastrophenschutz gehören.

Diese Einheiten werden von unterschiedlichen Hilfsorganisationen verteilt auf der Fläche der Landkreise vorgehalten und im Bedarfsfall zu sogenannten „Zügen“ oder „Verbänden“ zusammengezogen.

Zusammenarbeit über den Landkreis Stade hinaus

Damit das reibungslos funktioniert, gibt es auf verschiedenen Führungsebenen Absprachen, wer mit wem zusammen was macht.

So stellt z. B. der DRK-KV Stade mit seinen Bereitschaften verschiedene Fachdienste, die zusammen mit den DRK-Kreisverbänden Bremervörde und Rotenburg Wümme einen Behandlungsplatz 25 oder 50 stellen. Die Ziffer steht dabei für die Kapazität der Verletzten, die zeitgleich bzw. im Durchlauf von einer Stunde versorgt werden können.

Vorbereitung für den Katastrophenfall ist wichtig

Besonders bei Katastrophenlagen, die ein größeres Ausmaß haben oder eine Vielzahl von Verletzten mit sich bringen, sind viele verfügbaren Ressourcen aus den Hilfsorganisationen gefordert. Nur im Zusammenspiel lassen sich solche Aufgaben bewältigen.

Für einen möglichst reibungslosen Einsatzverlauf sowie einen guten Einsatzerfolg zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger ist daher ein einheitliches Vorgehen unabdingbar. Das gemeinsame Wirken von Einsatzkräften aus verschiedenen Landesteilen wird daher immer erforderlich sein und stellt zugleich besondere Herausforderungen an die Einsatzleitung.

So ist genau diese beschriebene Aufgabe ein Übungsszenario in 2024, bei dem das DRK aus den Landkreisen Stade und Rotenburg / Wümme zusammen üben werden.

Einsatzkonzept des Landes Niedersachsen

Einsatzkonzepte und ergänzende Standard-Einsatzregeln (SER)

Für einen solchen Fall gibt es entweder das Einsatzkonzept des Landes Niedersachsen und ggf. noch ergänzende Standard-Einsatzregeln (SER). Diese Konzepte sollen den gebündelten Einsatz verschiedener Einsatzressourcen aus den verschiedenen Landesteilen vereinheitlichen, vereinfachen und zielgerichtet möglich machen. Dafür ist es enorm wichtig, dass die Inhalte gleichermaßen eingeführt, umgesetzt, geübt und nachhaltig vorgehalten werden.

Ausbildung und Übung der Abläufe im Katastrophenfall in Niedersachsen

Auf unserem Dienstabend haben wir diese Konzepte besprochen und, soweit möglich, mit unserem Material in unserer Fahrzeughalle geübt.

Dabei liegt der besondere Fokus auf der Kenntnis der Arbeitsabläufe sowie dem Material selbst. Aufbau, Betrieb und Abbau sowie die anschließende Herstellung der Einsatzbereitschaft wird dabei von einer Gruppenführerin bzw. einem Gruppenführer koordiniert. Oft gibt es beim Üben Ideen oder Vorschläge, die die Abläufe verbessern oder effektiver machen.

Übung und Umgang mit dem Einsatzmaterial

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