Zugdienst-Fortbildung zur Reanimation 2022

Am Samstag gab es wieder eine Fortbildung für unsere Einsatzkräfte.
Im Rahmen des Zugdienstes wurde die Reanimation trainiert.
Dazu gab es am Vormittag einen theoretischen Part und am Nachmittag Fallbeispiele.

Zum Zugdienst des Kreisverbandes gehören:

  • DRK-Bereitschaft Buxtehude,
  • DRK-Bereitschaft Drochtersen,
  • DRK-Bereitschaft Ahlerstedt,
  • DRK-Bereitschaft Bützfleth,
  • DRK-Bereitschaft Oldendorf
  • Fachgruppe Logistik,
  • Kreisauskunftsbüro,
  • ELW-Gruppe (IuK)
  • die Leitungsgruppe des DRK-Kreisverbands Stade e.V.
reanima

Bei einem Zugdienst üben nicht nur wir von der DRK-Bereitschaft Stade, sondern alle DRK-Bereitschaften, die zum Einsatzzug des DRK-Kreisverbandes Stade gehören, zusammen. Der Dienst wird dafür von unserem Zugführer ausgerichtet und geplant.
Solche Dienste finden immer wieder über das Jahr verteilt statt, um nicht nur den Kontakt zu den anderen Einheiten unseres Einsatzzuges aufrecht zu erhalten, sondern auch um die Zusammenarbeit für größere Einsätze zu trainieren und zu überprüfen.
Eines der Hauptziele dabei ist, dass alle Einsatzkräfte als eine große Einheit fungieren.

Zugdienst-Fortbildung zur Reanimation

Wiederholung des Grundwissens

Am letzten Zugdienst in diesem Jahr trafen sich die Einsatzkräfte der verschiedenen Bereitschaften des Kreisverbandes Stade im Katastrophenschutzzentrum am Hofacker. Nach einer kurzen Begrüßung starteten wir mit der Wiederholung des Grundwissens zur Reanimation: Wann ist jemand reanimationspflichtig?
Welche Ursachen können vorliegen und wie gehen wir weiter vor?

Stationstraining

Anschließend gab es in Kleingruppen drei Stationen mit unterschiedlichen Themen. In der einen wurde näher auf das EKG eingegangen und die grundlegenden Bilder erklärt.

In einer weiteren Station wurde das Gerätemanagement während einer Reanimation besprochen. Dieses beinhaltete die Fragestellung, wo am besten welches Gerät steht, um bestmöglich arbeiten zu können.

Bei der dritten Station haben die Einsatzkräfte den Schwerpunkt auf die richtige Beatmung gelegt. Hierbei wurde unter anderem die Beutel-Masken-Beatmung und das Legen eines Larynx-Tubus wiederholt.

Atemwegsmanagement

Fallbeispiele

Nach dem Mittagessen wurden die Einsatzkräfte je nach ihrer medizinischen Qualifikation in Gruppen eingeteilt. Nun ging es um die Anwendung des Gelernten in Fallbeispielen. Entsprechend der Qualifikation standen den Einsatzkräften dazu verschiedene Hilfsmittel und Geräte zur Verfügung.

Vorgehen bei einer Reanimation:

  • rufen Sie sofort den Notruf 112!
  • bitten Sie umstehende Passanten um Mithilfe
  • lassen Sie sich einen AED holen (Automatisierter Externer Defibrillator)
  • beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung

Herzdruck-Massage: 30 mal drücken

  • Knien Sie sich neben den Patienten
  • Legen Sie Ihre Handballen mittig auf den Brustkorb zwischen die Brustwarzen
  • Drücken Sie mit ausgestreckten Armen den Brustkorb des Patienten etwa 6 cm, bzw. 1/3 ein
  • Wiederholen Sie dies 30 mal
  • Nutzen Sie dazu Ihr eigenes Körpergewicht
  • Achten Sie auf eine ausreichende Entlastung des Brustkorbs
  • Anschließend beatmen Sie den Betroffenen

Beatmung: 2 mal Luftspende

  • Überstrecken Sie den Kopf des Patienten nach hinten und heben Sie das Kinn an
  • Drücken Sie mit einer Hand die Nasenflügel zu
  • Mit der anderen Hand öffnen Sie den Mund des Betroffenen
  • Atmen Sie normal ein und legen Sie ihre Lippen auf die des Patienten
  • Pusten Sie Ihre Luft gleichmäßig in den Mund, bis sich der Brustkorb hebt
  • Wiederholen Sie dies ein zweites Mal und führen beginnen Sie wieder mit der Herzdruck-Massage

Wie geht es weiter?

Wechseln Sie sich unbedingt mit anderen Helfern bei der Wiederbelebung ab und nutzen Sie einen Defibrillator.
Führen Sie so lange die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch, bis der Rettungswagen eintrifft und die Sanitäter für Sie übernehmen. Nicht vorher stoppen! Sollte der Patient vor Eintreffen des Rettungswagens wieder atmen und zu Bewusstsein kommen, legen Sie ihn in die stabile Seitenlage.

Reanimation bei Kleinkindern

Achtung! Bei Kleinkindern sind besondere Hinweise zu beachten. Lesen Sie dazu hier mehr:
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/wiederbelebung-bei-kindern-und-saeuglingen/

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