Spendenaktion für Kohlenmonoxid-Sensor erfolgreich beendet

Kohlenmonoxid

Nach rund 5 Monaten konnte nun der Sensor für die Kohlenmonoxid (CO)-Messung in den Rettungswagen verladen werden. Durch mehrere kleine Spenden sowie zwei Großspenden war die Finanzierung gesichert. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns unterstützt haben!

Anschaffung eines Kohlenmonoxid-Sensors

Als ehrenamtlich tätiger Bereich des Deutschen Roten Kreuzes sind wir als Bereitschaft für besondere Anschaffungen auf Zuschüsse und Spenden angewiesen. Bereits 2021 haben wir ein Monitorgerät anschaffen können, welches mit einem Fingersensor erweitert werden kann.
Bei der Anschaffung des Gerätes konnte jedoch die Kohlenmonoxid-Messung aus Kostengründen leider noch nicht berücksichtigt werden. Es fehlten daher ein Fingersensor sowie die dazugehörige Softwarelizenz als Erweiterung für unseren vorhandenen Überwachungsmonitor. Dafür wurden insgesamt 3.830 Euro benötigt.

Bereits im April haben wir daher eine Spendenaktion gestartet, die mehrere kleine Spenden sowie zwei Großspenden bewirkt hat. Unter anderem haben uns die Sparkasse Stade-Altes Land sowie die Karl Meyer AG mit jeweils 1.500 € tatkräftig unterstützt, sodass der Sensor im September endlich bestellt werden konnte. Mittlerweile wurde er bereits geliefert und konnte auf unserem Rettungswagen 41-85-16 verstaut werden.

Warum benötigen wir die Kohlenmonoxid-Messung?

Im hauptamtlichen Rettungsdienst ist die CO-Messung seit mehreren Jahren Standard. Dies kann viele Menschenleben retten und schwere gesundheitliche Folgeschäden verhindern. Ist das Hauptamt ausgelastet, übernehmen wir Ehrenamtlichen ebenso Einsätze im Landkreis Stade. Die Art der Einsätze unterscheiden sich immens, dabei werden wir beispielsweise auch zu Feuerwehreinsätzen gerufen.

Bei Bränden oder defekten Heizungsanlagen werden häufig giftige Gase und vermehrt CO gebildet und eingeatmet. Es kommt zu Rauchgasvergiftungen. Die CO-Vergiftung verursacht einen Sauerstoffmangel im Blut und ist äußerlich nicht sofort zu erkennen. Sie kann nur mit der entsprechenden Messtechnik festgestellt oder der Verdacht verworfen werden. Daher kann ein Sensor zur Messung einer möglichen CO-Vergiftung sehr wichtig sein.

Spendenprojekt Kohlenmonoxid-Messung

Medizinisch: Was ist eine Kohlenmonoxid-Vergiftung?

Besteht der Verdacht, dass man bei einem Brand Rauchgase eingeatmet hat, lässt sich mit unserem Gerät und dem dazugehörigen Fingersensor der CO-Gehalt im Blut ermitteln. Gelangt Kohlenmonoxid durch das Einatmen ins Blut, lagert es sich an den roten Blutkörperchen an und blockiert den Transport des lebensnotwendigen Sauerstoffs. Die Messung mit dem Fingersensor ist einfach, schmerzfrei und liefert innerhalb von Sekunden Gewissheit. Derzeit gibt es in der Notfallversorgung vor Ort keine andere Methode, frühzeitig eine CO-Vergiftung zu erkennen.

DRK-Bereitschaft Stade

Wir als DRK-Bereitschaft Stade sind eine ehrenamtliche Sanitätseinheit im Landkreis Stade und zählen aktuell knapp über 40 Einsatzkräfte, die sich ausschließlich in ihrer Freizeit engagieren. Neben dem Katastrophenschutz und den Sanitätsdiensten sind wir auch im erweiterten Rettungsdienst tätig. Dies bedeutet, dass wir ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei der Auslastung des hauptamtlichen Rettungsdienstes unsere Rettungswagen besetzen und Einsätze übernehmen. Außerdem werden wir zur Absicherung bei langanhaltenden Feuerwehreinsätzen alarmiert.
So haben wir im vergangenen Jahr mit unseren zwei Rettungswagen über 70 Einsätze übernommen und zählen in diesem Jahr bereits über 110 Einsätze.

So können Interessierte helfen

Finanziell können Interessierte unsere Bereitschaft auf verschiedenen Wegen unterstützen: beispielsweise per Überweisung oder über Facebook und Instagram.

Weitere Informationen zum Thema Spenden finden Sie hier.
Alle zweckgebundenen Spenden werden für den vom Spendenden vorgegebenen Zweck verwendet. „Deshalb bitten wir für jede Spende einen Verwendungszweck anzugeben. Als Spendender können Sie den gewünschten Spendenzweck bei Ihrer Überweisung einfach als Stichwort angeben“, erklärt Nicolai Mahler. „Die Spende kommt dabei nicht nur unserer allgemeinen Rotkreuz-Arbeit oder zweckgebunden einem unserer Projekte zugute, sondern ist gleichzeitig eine große Anerkennung und Motivation für unsere Einsatzkräfte bei ihrem Engagement.“

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