Vitalfunktionen wie Puls, Blutdruck und Blutzucker

Vitalfunktionen - 1

Online-Dienstabend vom 07.04.2021

Am Mittwochabend haben wir uns im Rahmen des Online-Dienstabend mit den Vitalfunktionen des Menschen beschäftigt. Hierunter fallen zum Beispiel die Atemfrequenz und die Sauerstoffsättigung sowie die Herzfrequenz und der Blutdruck. Dabei sind wir auf die unterschiedlichen Werte von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern eingegangen. Thema waren auch die Rekapilarisierungszeit, der Blutzucker sowie die Körpertemperatur mit den jeweiligen Werten und Hinweisen zur Messung.
Der zweite Teil unseres Online-Dienstabend behandelte das EKG. Hierzu wurden unter anderem verschiedene EKG-Bilder gezeigt und erklärt wie unter Anderem der Sinusrhythmus, das Vorhofflimmern oder der Herzinfarkt.

Der Puls

Der Puls beschreibt die Druckstöße des Herzens, die während der Auswurfphase und der Entspannungsphase entstehen. Erste wird auch als Systole bezeichnet und beschreibt den Auswurf des Blutes aus der linken und rechten Herzkammer. Diese Phase ist sehr kurz (~300 Millisekunden) und kennzeichnet die Druckleistung des Herzens. Die Erschlaffung des Herzens und die deutlich längere Phase heißt Diastole. Der Muskel entspannt sich und die beiden Herzkammern füllen sich wieder mit Blut aus den entsprechenden Vorhöfen. Während eines Schlages zieht sich der Herzmuskel einmal zusammen und entspannt sich einmal.

Messen des Pulses

Die wohl bekanntesten Stellen zum Messen des Pulses sind am Handgelenk (Radialispuls) sowie an der Halsschlagader (Carotispuls). Des Weiteren gibt es aber auch die Möglichkeit, den Puls an der Leiste (Femoralispuls) oder am mittleren Fußrücken (Arteria dorsas pedis) zu messen. Den Puls der Arteria brachialis findet man an der Innenseite des Oberarms. Dies sind nur einige weitere Stellen.
Um den Puls zu beschreiben gibt es verschiedene Kategorien: Wichtig sind beispielsweise die Regelmäßigkeit und die Frequenz. Aber auch die Unterdrückbarkeit und die Anstiegssteilheit können wichtige Rückschlüsse auf die Qualität des Pulses geben.

Der Puls wird in Schlägen pro Minute gemessen und liegt bei einem Erwachsenen in Ruhe bei etwa 70. Bei Jüngeren erhöht sich diese Zahl etwas. So haben Jugendliche etwa einen Puls von 85 Schlägen pro Minute und noch jüngere Kinder kommen auf etwa 100. Bei Säuglingen steigt der Wert sogar auf etwa 150. Ist die Herzfrequenz deutlich erhöht spricht man von Herzrasen bzw. einer Tachykardie. Eine Bradykardie bezeichnet einen zu langsamen Herschlag.

Der Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Blutgefäß und wird in mmHg (mm Quecksilbersäule) angegeben. Er kann variieren je nach Tageszeit, Körperhaltung und Wachheitsgrad des Patienten. Auch der physische und psychische Zustand sowie der Schmerzzustand des Patienten können eine Rolle spielen. Hinzu kommen auch noch klimatische Bedingungen und Umgebungseinflüsse, wie Lärm oder der Luftdruck. Auch Rauchen, Alkohol oder Kaffee sowie Intoxikationen können den Blutdruck verändern.

Arten der Blutdruckmessung

Die bekannteste Art der Messung des Blutdruckes ist die Messung am Oberarm nach Riva-Rocci. Diese erfolgt mittels der Blutdruckmanschette ca. 2,5 cm über der Ellenbeuge am Oberarm. Außerdem gibt es die invasive und die nicht-invasive sowie die oszillometrische Blutdruckmessung. Letzteres bezeichnet die automatische Messung mittels Geräte, bei der die Schwingungen des pulsierenden Blutes gemessen und daraus der Blutdruck errechnet wird.

Blutdruckwerte

Die Normalwerte bei einem Erwachsenen liegen etwa bei 120/80 mmHg. Der erste Wert bezeichnet den systolischen Blutdruck (Kontraktionsphase), der zweite Wert den diastolischen Blutdruck (Entspannungsphase). Ältere Mitmenschen haben für gewöhnlichen einen höheren (~140/90 mmHg), Jugendliche und Kinder einen niedrigeren Blutdruck (~100/70 mmHg). Einen dauerhaft niedrigen Blutdruck bezeichnet man als Hypotonie, besser bekannt als Kreislaufschwäche. Ursachen hierfür können ein Schock oder ein hoher Flüssigkeits-/ Blutverlust sein. Der weitläufig bekannte Bluthochdruck wird als Hypertonie bezeichnet und kann durch Stress, Übergewicht oder durch verschiedene Erkrankungen und Arzneimittel ausgelöst werden.

Vitalfunktionen - 2
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Blutzucker

Der Blutzucker kennzeichnet die Konzentration von Glukose im Blut und wird in mg/dl oder mmol/l angegeben. Bei uns ist die Angabe in mg/dl meist am verbreitetsen. Der Wert eines Erwachsenen liegt bei Nüchternheit zwischen 60 und 100 mg/dl. Bei Neugeborenen ist diese Spanne mit 40-70 mg/dl deutlich niedriger. Gemessen wird der Glukosegehalt mittels eines Tropfen Blutes, der am üblicherweise am Finger oder am Ohrläppchen entnommen und auf einen Teststreifen des Messgerätes getropft wird.

Blutzuckerkrankheiten

Blutzuckerkrankheiten sind beispielsweise die Diabetes Typen 1 und 2. Beim Typ 1, die seltenere Form, produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend oder gar kein Insulin, welche für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist. Beim Typ 2 ist eine mangelhafte Insulinwirkung an den Körperzellen vorhanden, weshalb nicht genügend Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt.
Ein niedriger Blutzucker äußert sich zunächst mit Hunger, Schwindel, Müdigkeit oder Schweißausbrüchen. Folgen können Krampfanfälle, ein Kreislaufkollaps sowie ein Schock und letztlich auch der Tod sein. Bei erhöhten Blutzuckerwerten treten häufig ein Durstgefühl, Sehstörungen und ein vermehrter Harndrang auf. Es besteht auch die Gefahr, dass ein lebensbedrohliches Koma eintritt. Langfristig schädigt ein erhöhter Blutzucker die Gefäße und kann auch zu weiteren, schwerwiegenden Erkrankungen führen.

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